Wohnzimmer gestalten: Mit Farbe und Licht mehr Atmosphäre schaffen
Bei allen Arbeiten gilt: Luftschall lässt sich relativ einfach reduzieren, Trittschall ist hartnäckiger. Eine reine Vorsatzschale an der Wand reduziert die Übertragung von Stimmen, aber nicht das Geräusch von Schritten auf der Decke darüber. Planen Sie daher immer zuerst die Decke, dann die Wände. Prüfen Sie außerdem, ob die Bestandskonstruktion überhaupt stabil genug ist für die zusätzliche Last. Insbesondere bei alten Holzbalkendecken sollten Sie einen Statiker hinzuziehen, bevor Sie schwere Gipsfaserplatten montieren. Auch die Brandschutzanforderungen im Altbau sind strenger als im Neubau – die Dämmung muss mindestens schwer entflammbar sein und die Bekleidung feuerhemmend wirken.
Wer in einem Altbau wohnt, kennt das Problem: Trittschall von oben, Stimmen durch die Wand oder das Rauschen der Wasserleitung. Die massiven, aber oft ungedämmten Bauteile übertragen Schall nahezu verlustfrei. Eine nachträgliche Schalldämmung ist zwar aufwendig, aber machbar. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus Beschwerung und Entkopplung. Reine Dämmstoffe helfen wenig, wenn sie die Masse der Wand nicht erhöhen.
Beim Entwurf gilt: Weniger ist mehr. Eine klare Bildidee, etwa ein überdimensionales Blatt, das sich in ein Insekt verwandelt, wirkt nachhaltiger als ein Sammelsurium aus Parolen. Farben sollten bewusst gewählt werden – nicht nur wegen der Wirkung, sondern auch wegen der Umweltverträglichkeit. Es gibt mittlerweile lösungsmittelarme und sogar pflanzenbasierte Farben, die sich für Außenwände eignen. Diese sind zwar etwas dünnflüssiger, lassen sich aber mit geeigneten Sprühköpfen sauber verarbeiten. Typischer Fehler: manche greifen zu billigen Dosen aus dem Baumarkt, die stark ausgasen und nach wenigen Monaten vergilben. Investiert man in hochwertige Pigmente, bleibt die Wand Jahre lang ein Hingucker.
Zu guter Letzt: Lassen Sie Luft. Nicht jeder Zentimeter muss gestellt werden. Ein leerer Bereich in der Nähe eines Fensters oder vor einer Wand lässt das Zimmer atmen. Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie die Anordnung für zwei Tage aus. Gehen Sie durch den Raum, setzen Sie sich, öffnen Sie Schubladen. Passt es nicht, verschieben Sie die Möbel in kleinen Schritten. Mit Geduld und dem Blick für Proportionen finden Sie ein harmonisches Raumgefühl, das auch im Alltag Bestand hat.
Ein typischer Anfängerfehler ist das direkte Auftragen unverdünnter Öle auf Haut oder Möbel. Das kann Reizungen verursachen oder Lackflächen angreifen. Auch das Mischen mehrerer Öle nach eigenem Gutdünken überfordert die Nase und die Raumluft. Beginne mit einem einzelnen Öl und steigere die Komplexität erst, wenn du dich sicher fühlst. Wer Haustiere hat, sollte auf Teebaumöl und Zimtöl ganz verzichten – sie können für Katzen und Hunde giftig sein. Für Allergiker empfiehlt sich ein Test: Sprühe eine kleine Menge im Raum und beobachte zwanzig Minuten lang, ob Atemwegsbeschwerden auftreten.
Beim Licht sollten Sie auf eine Mischung aus Grund-, Lese- und Stimmungslicht setzen. Eine dimmbare Deckenleuchte mit warmweißen Leuchtmitteln (2700 bis 3000 Kelvin) versorgt den Raum gleichmäßig mit Helligkeit. Für abends reicht das allein jedoch nicht aus – hier kommen Steh- und Tischlampen ins Spiel. Platzieren Sie eine Leselampe neben dem Sessel oder Sofa, idealerweise auf Augenhöhe, um Schatten beim Lesen zu vermeiden. Eine indirekte Beleuchtung hinter dem Fernseher oder unter dem Sideboard erzeugt ein weiches Ambiente, ohne zu blenden.
Ein typischer Fehler ist das Verwenden von Baufolie oder Hartschaumplatten als Dämmung in der abgehängten Decke. Diese wirken kaum gegen Trittschall. Setzen Sie stattdessen auf elastische Materialien, die Schwingungen absorbieren. Auch schwere Vliese aus Recyclingmaterial sind geeignet. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob die Statik der Decke das Zusatzgewicht trägt. Zwei Lagen Gipskarton bringen schnell einige hundert Kilogramm auf die Fläche. Im Zweifel muss ein Statiker rechnen.
Für ein gesundes Raumklima eignen sich besonders Öle mit antibakterieller Wirkung: Teebaumöl oder Zitronenöl neutralisieren Gerüche in Küche und Bad. In Schlafräumen hilft echtes Lavendelöl beim Einschlafen, wenn man eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen ein bis zwei Tropfen auf ein Stofftaschentuch gibt und neben das Bett legt. Gegen Schimmelbildung im Bad hilft ein Spray aus 100 Millilitern Wasser und fünf Tropfen Teebaumöl – einfach auf die betroffenen Fugen sprühen und trocknen lassen. Vergiss dabei nicht, das Bad danach zu lüften, denn der intensive Geruch verfliegt nur langsam.
Wer in einem Altbau wohnt, kennt das Problem: Trittschall von oben, Stimmen durch die Wand oder das Knarzen der Holzbalkendecke. Anders als im Neubau fehlen im Bestand oft durchgehende, schwere Massen, die Schall bremsen. Eine Nachrüstung ist aber möglich, wenn man die bauphysikalischen Zusammenhänge beachtet. Entscheidend ist, dass Schall nicht nur über die Luft, sondern auch über feste Bauteile übertragen wird – sogenannte Körperschallbrücken. Jede neue Schicht, die diese Brücken unterbricht, bringt mehr als jede noch so dicke Dämmung, die direkt auf der Wand klebt.